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Erhöhter Blutdruck - eine Quelle vieler Erkrankungen

Der Bluthochdruck kommt schleichend, zerstörerisch und dabei schmerzlos. Wenn man ihn bemerkt, können das schon die ersten Anzeichen einer Erkrankung sein. Er ist mittlerweile zu einer Volkskrankheit geworden.

Sowohl die internationalen als auch die nationalen Gesundheitsexperten warnen vor einem rasanten Anstieg des Bluthochdrucks und seinen Folgen. In ihrer gemeinsamen Beurteilung sind sie sich einig: Das im Fachjargon als Hypertonie bezeichnete Krankheitsbild hat das Stadium einer Volkskrankheit längst erreicht. So ist mittlerweile jeder zweite deutsche Erwachsene betroffen. Das bedeutet u. a. eine enorme finanzielle Herausforderung für die Gesundheitssysteme. Wo nun ist die Grenze zu einem "normalen" und einem "erhöhten" Blutdruck zu ziehen? Die Wissenschaftler gehen gemäß neuester Forschungsergebnisse davon aus, dass der obere (systolische) Wert bei 120 mmHg zu definieren ist; der untere (diastolische) Wert soll 98 mmHg nicht über- schreiten.

Erhöhter Blutdruck wird nicht selten im Verlaufe einer ärztlichen Untersuchung eher beiläufig festgestellt - ein Umstand, der in der schleichenden und schmerzfreien Entwicklung der Krankheit begründet liegt. Sollte ein diagnostizierter Bluthochdruck nicht rechtzeitig behandelt werden, so sind physische und psychische Störungen wahrscheinlich. Betroffen sind mittlerweile alle Bevölkerungsgruppen jeden Alters. Betroffen sind vor allem die Nieren, die Augen, das Herz und die Gefäße. Die Hälfte aller nationalen Todesfälle hat ihre Ursache in Herz- und Kreislauferkrankungen. Zur Milderung bzw. Vermeidung von chronischen Folgeerscheinungen eines Bluthochdruckes erarbeitet der Arzt gemeinsam mit dem Patienten ein ihm angepasstes Gesundheitsprogramm. Die Bekämpfung der durch die Folgen des Bluthochdruckes entstandenen Schäden ist ohne persönliches Engagement des Betroffenen nicht möglich. Was ist also zu tun? Neben Einsatz von Medikamenten stehen vor allem die sportliche Betätigung und das Ernährungsverhalten (Verzicht auf Kochsalz, Alkohol und Zigaretten) im Vordergrund.

Die Lebensgewohnheiten sollten auf ihre Risikofaktoren hin überprüft werden: Stress und Aufregung z. B. stehen einer erfolgreichen Behandlung entgegen. Wenn auch die Beobachtung eines Bluthochdruckes für alle Gruppen der Bevölkerung definiert ist, so gibt es überdies eine so genannte Risikogruppe, die einer besonderen Untersuchung bedarf. Dazu gehören: Diabetiker, Übergewichtige, erblich Vorbelastete, ältere Menschen. Die Erfahrungen zeigen, dass sich die Mitglieder der Risikogruppe allgemein wohl fühlen, doch könnten Signale auftreten, die Bluthochdruck vermuten lassen. Dazu gehören in der Hauptsache Schwindelgefühle, Kurzatmigkeit, Kopf- und Brustschmerzen.

Unter besonderer Berücksichtigung einer für den Patienten unbemerkt voranschreitenden Entwicklung des Bluthochdruckes kommt der Vorsorge eine wichtige Funktion zu. Ergänzend, so die Hoffnung, werden die Untersuchungsmethoden verfeinert, so dass die Behandlungen zur Entschärfung der Gefahren des Bluthochdruckes einen entscheidenden Schritt nach vorne kommen. Wie gesagt: Es gilt einer Volkskrankheit den Nährboden zu entziehen.