Kontaktlinsen Test für einen sicheren Tragekomfort
Mit Kontaktlinsen lassen sich die meisten Fehlsichtigkeiten korrigieren. Dazu gehören neben Kurz- und Weitsichtigkeit, Presbyopie und Astigmatismus auch komplizierte Formen wie Keratokonus oder Keratoglobus.
Es gibt unterschiedlichste Linsentypen, die bestimmten Gewohnheiten des Trägers entgegen kommen. Jede der Linsentypen haben spezifische Vor- und Nachteile, die für den jeweiligen Träger abgewogen werden müssen. Vor dem Kauf von Kontaktlinsen sollte ein Fachmann feststellen, ob die Augen überhaupt für Linsen geeignet sind. Ein wesentliches Entscheidungskriterium ist das Feststellen von ausreichender Tränenflüssigkeit im Auge. Linsen ohne vorherige Beratung zu kaufen wäre fahrlässig, da schlecht sitzende Linsen zu nachhaltigen Augenschäden führen können. Zur Wahl stehen formstabile und weiche Kontaktlinsen von unterschiedlichsten Herstellern.
Die formstabilen Linsen sind heute längst nicht mehr so hart wie früher, sie haben durch die Weiterentwicklung der Kunststoffe erheblich an Verträglichkeit und Komfort gewonnen. Die hochgasdurchlässigen und hartflexiblen Linsen weisen eine 2- bis 7- mal höhere Gasdurchlässigkeit als weiche Kontaktlinsen auf. Der Durchmesser von formstabilen Linsen liegt normalerweise zwischen 8 und 10 mm. Da die Linsen beweglich auf einem Tränenfilm schwimmen, bergen sie ein geringeres Risiko für eine Schädigung der Augen, die durch eine schlechte Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff eintreten kann. Die aktuellen Linsenmaterialien ermöglichen einen besseren Nährstofftransport als weiche Linsen. Jedoch besteht bei starkem Wind oder bei einer staubigen Umgebung die Gefahr, dass Fremdkörper unter die Kontaktlinse geraten und Schmerzen verursachen. Daher ist vor allem Leuten, die einer Bürotätigkeit nachgehen, zu formstabilen Kontaktlinsen geraten. Formstabile Linsen weisen den Vorteil auf, auch bei klimatisierter Luft nicht auszutrocknen und daher als angenehmer empfunden zu werden. Für formstabile Kontaktlinsen spricht auch, dass das Risiko für Hornhautinfektionen - die einen dauerhaften Verlust von Sehschärfe herbeiführen können - bei formstabilen Kontaktlinsen mehr als drei Mal niedriger ist als bei weichen Kontaktlinsen. Überalterte Linsen sollten jedoch nicht mehr getragen werden, da sie sich verformen und die Hornhaut schädigen können.
Weiche Kontaktlinsen sind sehr flexibel und passen sich daher der Hornhautform hat. Der Durchmesser von weichen Kontaktlinsen liegt in der Regel zwischen 12 und 16 mm. Durch die direkte Haftung auf der Augenoberfläche sitzen weiche Kontaktlinsen fester im Auge, sodass sich das Risiko, die Linsen beispielsweise beim Wassersport zu verlieren, deutlich reduziert. Viele Menschen empfinden das Tragegefühl weicher Kontaktlinsen als angenehmer, als das Tragegefühl formstabiler Kontaktlinsen. Bei einem Kontaktlinsen Test zeigt sich jedoch auch, dass das Risiko von Augenschäden durch Ernährungsstörungen, Sauerstoffmangel, Ablagerungen auf der Linse oder Schadstoffen im Wasseranteil der Linse deutlich höher liegt als bei formstabilen Linsen. Weiche Kontaktlinsen gibt es als Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreslinsen. Die Linsen werden dann den entsprechenden Zeitraum getragen und dann entsorgt. Die empfohlenen Zeiträume zu überdehnen und die Linsen länger zu Tragen als empfohlen, kann zu Augenreizungen und mangelnder Sauerstoffversorgung der Hornhaut führen. Die empfohlenen Zeiträume sollten daher streng eingehalten werden.