Alles ist erleuchtet

Nicht nur stürmische Waterkant: das Wetter in Hamburg

Die Freie und Hansestadt im Norden Deutschlands ist die zweitgrößte Millionenstadt des Landes. Als Hafenstadt und Kulturmetropole zieht sie viele Touristen und Besucher aus aller Welt an.

Im Vergleich zum östlichen Hinterland fällt das Wetter in Hamburg im Winter milder, in den Sommermonaten hingegen kühler aus. In der Hansestadt, die der warm-gemäßigten Klimazone zugerechnet wird, bestimmen vor allem maritime, vorwiegend durch westliche Winde geprägte Einflüsse die Witterung. Der Juli ist der wärmste Monat im Jahr, der Januar der kälteste. Im Hochsommer kann es richtig heiß werden, bis zu 30 Grad. Insgesamt ist das Klima in Hamburg das ganze Jahr über feucht. An rund 50 Tagen ist es neblig in der Stadt, im Winter können Stürme auftreten. Man spricht auch vom typischen Hamburger Nieselwetter, trotzdem ist Hamburg die Stadt mit den meisten Cabrios im Lande und verfügt über unzählige Straßencafés und gut besuchte Parks sowie weitere Orte für Aktivitäten an der frischen Luft.

Als Ziel für eine Städtereise eignet sich Hamburg ganzjährig. Besonders zu empfehlen ist ein Besuch im Frühling, z. B. im Mai, wegen der weitläufigen Grünflächen der Stadt. Es gibt viele Möglichkeiten, sich die Stadt von der Wasserseite anzusehen. Auf den beiden Seen im Zentrum verkehren Schiffe, die auch die Kanäle, die die Villenviertel duchziehen, befahren. Im Hafengebiet verkehrt eine Fähre, die zu den öffentlichen Verkehrsbetrieben gehört. Auch Barkassen oder größere Schiffe machen Touren durch das Gelände der größten Seehafens in Deutschland. Vor allem im Bereich der Containerschifffahrt kommt Hamburg heute ein große Bedeutung zu. Man kann von den Landungsbrücken auch Schiffstouren in benachbarte Kleinstädte, in die Villenvororte sowie auf die andere Seite des Elbe unternehmen. Auch ein Passagierboot, das zur einzigen deutschen Hochseeinsel fährt, startet regelmäßig im Hamburger Hafen. Bei schönem Wetter halten sich die Passagiere gern an Deck auf, bei regnerischer Witterung lässt sich die Tour auch unter Deck angenehm gestalten.

Wer hauptsächlich wegen des Kultur- und Shopping-Angebots nach Hamburg kommt, ist nicht so stark vom Wetter abhängig. Museen, Theater, Galerien und die vielen überdachten Einkaufspassagen können auch bei Regen und Sturm besucht werden. Die roten Sightseeing-Busse haben ein Sonnendeck, aber man kann auch gut geschützt eine Stadtrundfahrt machen. Viele Touristen buchen ein Pauschalangebot, um sich eines der in Hamburg laufenden Musicals anzuschauen. Der Theaterbesuch wird meist verbunden mit einem Abstecher in das bekannte Vergnügungsviertel der Stadt. Oder man macht einen Bummel durch die City, besichtigt das Kontorviertel und einige Sehenswürdigkeiten wie die Hauptkirchen in der Innenstadt und andere Bauwerke von kuturhistorischer Bedeutung. Hamburg hat in Bezug auf Architektur viel zu bieten, es gibt gut erhaltene und restaurierte Bauwerke aus früheren Jahrhunderten und eine Fülle von modernen Bauten. Am Hafen entsteht ein komplett neues Viertel mit Büro- und Wohnhäusern, gastronomischen Betrieben und Einkaufsmöglichkeiten. Hier wird auch das neue Wahrzeichen der Stadt, ein auf einen alten Speicher aufgestocktes Konzerthaus mit eindrucksvollen Glasfassaden, gebaut. Ebenfalls im Hafengebiet steht eine historische Fischauktionshalle, und hier findet man auch die Speichergebäude der Handelshäuser sowie die Betriebe der fischverarbeitenden Industrie. Dazwischen können interessierte Besucher zahlreiche Cafés und Restaurants entdecken, um sich zu stärken.